Viel Lärm um Nichts

Beatrice: „Ich wünschte, mein Pferd hätte die Schnelligkeit Eurer Zunge!“

Benedick: „Behaltet Euer Pferd, ich bleibe bei meiner Zunge.“

Foto: Marianne Menke

Komödie von William Shakespeare

Bremer Shakespeare Company

Mit Simon Elias, Michael Meyer, Erik Roßbander / Sofie Alice Miller, Norhild Reinicke, Petra-Janina Schultz, Markus Seuß

Regie: Maja Delinić

Willkommen im idyllischen Messina! Nach den Wirren des Krieges suchen Prinz Don Pedro und seine Gefährten Claudio und Benedick Erholung am Hofe des Gouverneurs Leonato. Doch kaum sind die Waffen niedergelegt, beginnt ein ganz anderer Kampf: das Spiel um Liebe, Ehre und Intrigen.

Während der junge Claudio sein Herz sofort an die schöne Hero verliert und die Hochzeitsglocken bereits läuten, liefern sich Beatrice und Benedick ein Wortgefecht nach dem anderen. In ihrem „Hassliebe-Geplänkel“ schenken sie sich nichts – bis eine freundschaftliche List nachhelfen soll, um die beiden Streithähne doch noch zu verkuppeln.

Doch der Schein trügt. Im Schatten der Festlichkeiten spinnt der missgünstige Don John eine dunkle Intrige, um das junge Glück von Hero und Claudio zu zerstören. Plötzlich steht ein skandalöses Scheitern im Raum, und nur eine Gruppe höchst eigenwilliger – wenn auch nicht gerade „hellster“ – Ordnungshüter scheint in der Lage zu sein, die Wahrheit ans Licht zu bringen.

In dieser spritzigen Komödie zeigt Shakespeare seine Meisterschaft: Pointierte Dialoge und schlagfertige Repliken entlarven eine Gesellschaft, in der Liebe oft nicht im Stillen wächst, sondern durch Gerüchte, Hörensagen und den Blick der Öffentlichkeit geformt wird.

Was für eine Rolle spielt die Gesellschaft eigentlich für unsere eigenen Liebesbeziehungen?